…kürzlich

Exkursion in die Goldenen (?) Zwanziger

Mit dabei: Wolfgang Weismann und Eberhard Stegerer

Eine klitzekleine Exkursion leistete sich der Arbeitskreis Regionalgeschichte am 11. Oktober 2019 nach Kehl: Nur zwei

Ute Scherb und eines ihrer 3-D-Objekte

Vereinsmitglieder kamen mit. Dafür gabs die Goldenen Jahre, beziehungsweise das, was dafür gehalten wird, im Kehler Hanauer Museum, und zwar zwei Stunden lang von Museumsleiterin Ute Scherb. Dabei klärte sie darüber auf, wie hart zum Beispiel Abtreibung damals bestraft wurde, die Franzosen bis 1930 Kehl in Schach hielten und welch schlimmer Weise die nationalsozialistische Diktatur ihre Schatten bereits zur Zeit der Weimarer Republik voraus warfen, zum Beispiel mit Hakenkreuzschmierereien.

Wolfgang Weismann

September-Exkursion ins Ritterhaus Offenburg

Kuratorin Anne Junk gab eine Sonderführung – sieben Geschichtsfreunde aus Freiburg hörten zu. Am Freitag, den 20 Juni unternahm der Arbeitskreis Regionalgeschichte eine Exkursion nach Offenburg ins Museum im Ritterhaus.

Tierisch interessant: Anne Junk erklärt, dass schon um 1900 das Wildern gewisser Tiere verboten war – der Leopard jedoch wurde weiter abgeschossen und manchmal ausgestopft.

Die noch taufrische Dauerausstellung ganz oben unterm Dach des über 100 Jahre alten Hauses in

Die roten Flecken sind die Gebiete der deutschen Kolonien. Auf einem Globus seien diese besser zu erfassen als auf einer Karte, so Junk.

der Innenstadt zeigt allerlei exotische Exponate aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika, China und der Südsee. Sie wurden in der Zeit von 1885 bis 1914 aus Übersee verschifft und in Offenburg zusammengetragen. Neben kolonialgeschichtlichen Fragestellungen werden auch aktuelle Probleme wie Großwildjagd, wirtschaftliche Abhängigkeiten und Rassismus angesprochen. Dabei wird nicht verschwiegen, dass es sich um ein politisch heikles Erbe handelt, weil immernoch die Diskussion um die Rückgabe geführt wird.

Durch Junks lebendigen und inhaltlich vielfältigen Vortrag waren die Besucher zum aufmerksamen Zuhören bewegt, was die Referentin sehr freute. Ihre Einladung: Kommen Sie wieder! – Die Meinung der Gruppe: Machen wir gerne!

Wolfgang Weismann

Semester-Abschluss-Exkursion der Archivgruppe

Der traditionelle Ausflug der Archivgruppe führte diesen Sommer zur katholischen Michaelskirche und zur

Die Exkursionsteilnehmer vor der Melanchtonkirche in Haslach

protestantischen Melanchtonkirche im Freiburger Stadtteil Haslach. Mit dabei waren am 26. Juli 2019 Heinrich Buchgeister und Günther Klugermann. Wolfgang Weismann erklärte, was ihn an der Michaelskirche für seine Dissertation interessiert: Die eigentümliche Bauweise des Architekten Raymund Jeblinger.

Wolfgang Weismann

 

Führung durch die Südsee-Ausstellung am Freitag, den 19. Juli 2019

Gespannte Gesichter im Museum Natur und Mensch

Als Südsee wird im Allgemeinen der Bereich des Pazifiks bezeichnet, der südlich des Breitengrades von Panama liegt. Für ein Museum auf der anderen Seite des Globus, nämlich das  Museum für Natur und Mensch in Freiburg sind die Tausenden von Inseln zwischen Neuseeland und Südamerika interessant, weil auch Deutschland dort Kolonialgeschichte schrieb.

In den Sonderausstellungsräumen im dritten Stock sind Exponate aus unterschiedlichsten Epochen der Südseegeschichte gezeigt. Zum einen aus Bereichen, die darstellen, wie die Inseln und ihre Bewohner einst waren, zum anderen, was sich geändert hat und nicht so sein sollte. Aus dem ersten Bereich stechen die großen Ritualmasken hervor, die bei religiösen Festen gebraucht wurden, oder eine Navigationskarte aus Holzstäben, die zeigen soll, wie ausgefeilt sich die Urvölker mit selbstgebauten „Navis“ zwischen den vielen Inseln auf Booten zurecht fanden. Der kritischere Bereich der Ausstellung widmet sich Themen wie heutige Armut oder Umweltverschmutzung auf den Pazifikinseln und im Meer. Beispielgebend ist eine ausgestopfte Meeresschildkröte, die sich im Plastikmüll verfangen hat und wahrscheinlich auch daran gestorben ist.

Tina Brüderlin führte durchs Museum

Durch die Ausstellung führte die Ethnologin Tina Brüderlin eine Gruppe von acht Mitgliedern des Arbeitskreises Regionalgeschichte. Nach einer unterhaltsamen und interessanten Stunde stellte sie sich den Fragen der Teilnehmer, die sich besonders für die heutige Situation in den Ländern interessierten. Leider, so betonte Brüderlin, werde das Angebot von Sonderausstellungen in ihrem Museum von Schulklassen zu wenig in Anspruch genommen, da der zeitliche Korridor für viele Lehrerinnen und Lehrer zu eng sei. Eine bildende Maßnahme für den AkR und seine Gäste war‘s allemal.

Wolfgang Weismann