…Neues

Der Vorstand des AkR mit Bernd Hainmüller (Mitte).

Sonntag, 6. Juni 2021: Buchpräsentation des AkR im Stadttheater Freiburg:

Feierliche Präsentation: „Tod am Schauinsland: Das ‚Engländerunglück‘ am 17. April 1936 und seine Folgen“ von Bernd Hainmüller.

Vor einem für Corona-Verhältnisse gut gefüllten Großen Saal im Stadttheater präsentierten der Arbeitskreis und der Autor Bernd Hainmüller das neueste Buch in der Reihe Alltag & Provinz (Bd. 17). Hainmüller gab einen tiefen Einblick in seine Dokumentation, an der er 20 Jahre lang forschte: “Wir sind durch tiefen Schnee gestampft, es wurde immer kälter und dunkler, jede Orientierung ging verloren,” zitierte er Stanley C. Few, der zur Gruppe der englischen Schüler gehörte, von denen fünf nicht mehr aus dem Schwarzwald zurückkehren sollten. Dieser intensive Vormittag sollte den Auftakt für die in den nächsten Wochen folgende Uraufführung des gleichnamigen Theaterstücks bilden. Es wird die erste Premiere des Theaters in diesem Jahr sein.

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Vortrag von Dr. Heiko Wegmann per Zoom-Meeting:

Kolonial- und Lokalgeschichte am Beispiel des Freiburger Offiziers Max Knecht.

Mo., 22.2.2021, 18.00 Uhr.

Der Vortrag ging der lange übersehenen Frage nach, wie Lokal- und Kolonialgeschichte zusammengebracht werden können. Im Zentrum stand mit Max Knecht (1874–1954) ein Akteur, der 1905/06 an einem großen Kolonialkrieg im heutigen Tansania teilnahm und 1907 den deutschen Herrschaftsanspruch am Kiwu-See in Ruanda repräsentierte.

In den 1920er- und 1930er-Jahren setzte er sich an die Spitze einer Bewegung in Südbaden, die koloniale Ideologie verbreitete.

Wie erfolgreich war sie damit und welche Rolle spielten dabei politische, kulturelle und soziale Netzwerke?

Eine Veranstaltung des Breisgau Geschichtsverein Schauinsland in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg.

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Online-Mitgliederversammlung am Mittwoch, 25. November um 18.30 Uhr

Der Arbeitskreises Regionalgeschichte Freiburg e. V. hat zur virtuellen Zoomkonferenz eingeladen.

 

+++ zur Situation in Coronazeiten  +++

Liebe Interessierte am Arbeitskreises Regionalgeschichte Freiburg e.V.,

liebe Freundinnen und Freunde unseres Vereins,

die neuen Zahlen der von Corona Betroffenen auch in Freiburg zwingen uns das zu, die Tätigkeiten des AkR vorerst auf Eis zu legen. Vorstandstreffen und Redaktionssitzungen müssen wir uns derzeit für später aufheben, ins Auge gefasste Aktivitäten sind nur sehr eingeschränkt möglich, deren Organisation wird aber trotz unsicherer Zeiten weiter verfolgt. Mit dem Zurückkommen des Virus in der zweiten Welle seit Herbst letzten Jahres sind wir auch mit der Archivgruppe erst mal behindert. Auch die Exkursion nach Lörrach ins Dreiländermuseum am 28. November 2020 wurde verschoben. Über einen Ersatztermin geben wir sobald möglich Bescheid. Unser Vorstandsteam hat sich das erste Mal nach längerer Zeit der Isolierung Anfang Oktober getroffen. Themen gab es genug, welche im persönlichen Gespräch meist doch besser als per E-Mail, am Telefon oder per Videokonferenz geklärt werden konnten.
Bleiben Sie so gut es geht gesund, isolieren Sie sich aber nicht vollständig (auch die seelische Gesundheit zählt)!
Mit den herzlichen Grüßen,
Ihr und Euer
Vorstandsteam des Ak Regionalgeschichte, Robert Neisen, Katharina Ungerer-Heuck, Kilian Fehr und Wolfgang Weismann

 

Archäologie und Archivgruppe im Augustinermuseum

Joachim Landerer
Katharina Ungerer-Heuck
Günther Klugermann

Die Semesterabschlussexkursion der Archivgruppe des AkR führte am 16. Februar in die Archäologieausstellung im Augustinermuseum. Mitarbeiter Robert Werner legte in seinem Rundgang ein besonderes Augenmerk auf die Umstände der Erhaltung der ausgestellten Objekte. So ist bei Stücken wie einem frühneuzeitlichen Backgammonspiel oder einer Schale, beides aus Holz, die Überlieferung nur durch das entsprechende Milieu einer Latrine garantiert. Die Ausstellung ist nicht chronologisch, sondern nach Themen wie Religion, Hygiene, Spiel oder Ernährung gegeliedert, was sie sehr leicht verständlich macht. Von der Archivgruppe nahmen Christina Barst, Günther Klugermann, Katharina Ungerer-Heuck, Joachim Landerer und ich an der Führung teil.

Wolfgang Weismann

 

Exkursion in die Goldenen (?) Zwanziger

Mit dabei: Wolfgang Weismann und Eberhard Stegerer

Eine klitzekleine Exkursion leistete sich der Arbeitskreis Regionalgeschichte am 11. Oktober 2019 nach Kehl: Nur zwei

Ute Scherb und eines ihrer 3-D-Objekte

Vereinsmitglieder kamen mit. Dafür gabs die Goldenen Jahre, beziehungsweise das, was dafür gehalten wird, im Kehler Hanauer Museum, und zwar zwei Stunden lang von Museumsleiterin Ute Scherb. Dabei klärte sie darüber auf, wie hart zum Beispiel Abtreibung damals bestraft wurde, die Franzosen bis 1930 Kehl in Schach hielten und welch schlimmer Weise die nationalsozialistische Diktatur ihre Schatten bereits zur Zeit der Weimarer Republik voraus warfen, zum Beispiel mit Hakenkreuzschmierereien.

Wolfgang Weismann

September-Exkursion ins Ritterhaus Offenburg

Kuratorin Anne Junk gab eine Sonderführung – sieben Geschichtsfreunde aus Freiburg hörten zu. Am Freitag, den 20 Juni unternahm der Arbeitskreis Regionalgeschichte eine Exkursion nach Offenburg ins Museum im Ritterhaus.

Tierisch interessant: Anne Junk erklärt, dass schon um 1900 das Wildern gewisser Tiere verboten war – der Leopard jedoch wurde weiter abgeschossen und manchmal ausgestopft.

Die noch taufrische Dauerausstellung ganz oben unterm Dach des über 100 Jahre alten Hauses in

Die roten Flecken sind die Gebiete der deutschen Kolonien. Auf einem Globus seien diese besser zu erfassen als auf einer Karte, so Junk.

der Innenstadt zeigt allerlei exotische Exponate aus den ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika, China und der Südsee. Sie wurden in der Zeit von 1885 bis 1914 aus Übersee verschifft und in Offenburg zusammengetragen. Neben kolonialgeschichtlichen Fragestellungen werden auch aktuelle Probleme wie Großwildjagd, wirtschaftliche Abhängigkeiten und Rassismus angesprochen. Dabei wird nicht verschwiegen, dass es sich um ein politisch heikles Erbe handelt, weil immernoch die Diskussion um die Rückgabe geführt wird.

Durch Junks lebendigen und inhaltlich vielfältigen Vortrag waren die Besucher zum aufmerksamen Zuhören bewegt, was die Referentin sehr freute. Ihre Einladung: Kommen Sie wieder! – Die Meinung der Gruppe: Machen wir gerne!

Wolfgang Weismann