Berichte

Veranstaltungsberichte

Der AK Regionalgeschichte Freiburg veranstaltet jedes Jahr Exkursionen und Besichtigungen. Berichte darüber erscheinen inzwischen nicht mehr nur im Rundbrief, sondern werden teilweise auch hier auf der Website veröffentlicht.

 

Buchpublikation am 4. Juli 2019

Am 4. Juli 2019 fand im voll besetzten Kinosaal des Freiburger Kommunalen Kinos die feierliche Präsentation des Bandes 16 unserer Publikationsreihe „Alltag & Provinz“ statt. Autor Heiko Wegmann beschreibt in seiner Doktorarbeit „Vom Kolonialkrieg in Deutsch-Ostafrika zur Kolonialbewegung in Freiburg. Der Offizier und badische Veteranenführer Max Knecht (1874-1954)“ den Lebensweg des Kolonialoffiziers Max Knecht. Dieser ließ sich nach seiner Teilnahme am Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1908 in Freiburg nieder und wurde dort zum wichtigen Akteur der lokalen Kolonialbewegung.

 

Torang Sinaga vom Rombachverlag übergibt dem Autor Heiko Wegmann das frischgedruckte Buch.

Robert Neisen machte in seine m Grußwort für den Arbeitskreis deutlich, dass sich das Buch auf hervorragende Weise für die Buchreihe des AK eignet, die – unter dem Blickwinkel der Alltagsgeschichte – die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen nationalen und globalen Ereignissen und lokalgeschichtlichen Phänomenen zum Ziel hat. Die Historikerin Dr. Marie Muschalek vom Historischen Seminar der Universität Freiburg ordnete in ihrem Vortrag das Werk in die allgemeine kolonialgeschichtliche Debatte ein und bezeichnete es als gelungenes Beispiel für eine dringend notwendige Verflechtungsgeschichte, die lokale, nationale und transnationale Entwicklungen miteinander verbindet und auch die Perspektive der Kolonisierten gleichberechtigt miteinbezieht.

 

Wolfgang Weismann, Katharina Ungerer Heuck, Heiko Wegmann, Robert Neisen und Kilian Fehr freuen sich über die neue Publikation des AkR.

Das letzte Wort hatte der Autor selbst. Unterlegt mit zeitgenössischen Bildern, erzählte er, wie er bereits 2005 auf der Person Max Knechts gestoßen war und zusammen mit seinem Doktorvater, Prof. Reinhart Kößler, beschloss, Knechts Biographie zur Doktorarbeit auszubauen: Sie erschien beiden als höchst forschungsrelevantes Beispiel dafür, wie ein Offizier und Kolonialfunktionär mittleren Ranges die koloniale Idee in einer Stadt wie Freiburg auf sehr wirksame Weise zu popularisieren vermochte.

 

Den feierlichen Höhepunkt des Abends, den die sechsköpfige Saxofon-Combo „29 Minutes“ auf schwungvolle Weise musikalisch untermalte, bildete die Überreichung des Buches an den Autor durch den Geschäftsführer des Rombach-Verlages, Dr. Torang Sinaga. Anschließend luden der Arbeitskreis, der Autor, das KoKi und der Verlag zum Umtrunk, den die Anwesenden zum Fachsimpeln, Kontakte knüpfen und ungezwungenen Gespräch nutzten. Ein rundum gelungener und erfolgreicher Abend, der auf schöne Weise zeigte, dass lokal- und regionalgeschichtliche Themen auf großes Interesse stoßen. Einen Artikel über die Veranstaltung finden sie unter: der_sonnta__frs_07072019_Seite_7-1

 

Exkursion nach Stuttgart ins Haus der Geschichte Baden-Württemberg (HdGBW)

Besichtigungen: Zentrum für Psychiatrie und Deutsches Tagebucharchiv

Exkursion nach Verdun

Führung über den alten jüdischen Friedhof in Freiburg